Was tun wenn man an einem Punkt im Leben steht an dem man
einfach nicht mehr weiter weiß? So viele Entscheidungen die ich
traf waren falsch - jetzt will ich mich nicht mehr entscheiden
müssen, aber wenn ich es nicht tue geht es nicht weiter...manchmal
hätte ich gern eine Art Gebrauchsanweisung fürs Leben denn ich hab
das Gefühl dass ich mich selbst nur immer mehr ins Unglück
treibe...
Manchmal hab ich den total irrationalen Gedanken einfach
irgendwohin zu verschwinden, alles hinter mir zu lassen und
versuchen noch einmal von vorn anzufangen..aber das ist natürlich
Unsinn...so leicht wie man es sich in Gedanken ausmalt ist das
alles nun einmal nicht...leider...
Am liebsten würde ich mich einfach an einen dunklen, warmen Ort
zurückziehen und warten bis das Leben endlich vorbei ist...hab das
Gefühl dass ich keine Kraft mehr habe aktiv daran mitzuwirken.. Und
dass sich etwas zum Besseren verändert - daran glaub ich auch nicht
mehr...es war die letzten zehn Jahre nicht so...warum sollte es
auch jetzt anders sein..auf einmal..
Schlafen...kann mich nicht motivieren etwas Sinnvolles
anzupacken...keine Energie...keine Motivation...ich bin müde...vom
Leben...
Nutzlos...es gibt keinen Sinn den ich erfülle...für Niemanden
stelle ich eine unverzichtbare Person dar.
So und wie soll ich es jetzt anstellen etwas noch zu ändern? Ich
habs doch so lang versucht...
In jeglichen Bereichen des Lebens...Ich weiß dass ich wenigstens
eine Konstante im Leben bräuchte... oder woher nehmen? Warum
erwische ich immer miese Jobs wo ich nur ausgenutzt werde? Wieso
lerne ich immer nur Männer kennen die mir was vormachen, mich
belügen und mich beim kleinsten Problem wieder verlassen? Wieso
finde ich keinen Ort an dem ich mich wohlfühle?
Hmm neulich sagte Jemand zu mir dass es anderen Leuten auch so
ginge...hm komisch ich kenn keine..zumindest hier im Umkreis..und
ich kenn doch recht viele Leute..natürlich zeigen die auch nicht
alles nach Außen... aber diese anderen Menschen in meinem Umfeld
haben fast zu hundert Prozent einen guten Job, meist ne eigene
Familie, einen verlässlichen Partner, ein schönes Zuhause...und
sind augenscheinlich und nach eigener Aussage recht zufrieden...und
wenn einer dieser Faktoren wegfällt - meist sind zwei oder drei der
Komponenten auf jeden Fall vorhanden..
Neidisch bin ich nicht - denn natürlich gönne ich es anderen Leuten
dass es ihnen gut geht...aber ich weiß einfach nicht warum ich
nicht wenigstens auch mal n bisschen Glück haben kann.. Ich weiß es
klingt seltsam aber oft frage ich mich ob ich irgendwie Schuld auf
mich geladen hab, dass ich es vielleicht nicht anders verdient
habe...aber ich weiß es wirklich nicht...
Mittlerweile ist es auch so dass ich zu vielen Leuten in meinem
Umfeld mit denen ich mich immer gut verstanden habe, teilweise auch
recht viel unternommen habe, total den Kontakt abgebrochen habe...
und wenn ich beim Einkaufen oder in der Stadt Jemanden sehe den ich
kenne dann versuch ich zu flüchten...weil immer und immer wieder
die Leute natürlich fragen - was man denn so macht beruflich und
privat - ob man jemanden hat - und es verletzt mich selbst
irgendwie und ich schäme mich auch dann sagen zu müssen wie es
ist...deshalb versuch ich diese Situationen zu vermeiden...
Keine Ahnung wie es weiter gehen soll...irgendwie eben..
Resignation Verfasst: Donnerstag, den 04. November 2010 23:47
Abgründe... Verfasst: Montag, den 13. September 2010 21:52
So es ist mal wieder ein Tiefpunkt in meinem Leben erreicht... wobei ich eigentlich dachte dass es niemals wieder so kommt...tja...so kommt es wenn man versucht normal zu sein...und vollkommen ignoriert was in einem vorgeht..Es ist schwierig nicht "normal" sein zu können... einfach nicht agieren zu können wie andere Menschen es tun. Nicht rational denken zu können, seinen Gefühlen total ausgeliefert zu sein..
Problematisch ist, mir geht es derzeit sowieso nicht sonderlich gut, ich bin durch die aktuellen Umstände wieder vollkommen in die Depressionen abgerutscht...dieser Zustand plus zusätzlich auftretende Stressfaktoren, plus eine Menge Alkohol...ich hätte wissen müssen dass es wieder in einer Katastrophe gipfelt...totaler Kontrollverlust...ich erreiche dann einen Punkt an dem ich vollkommen austicke...an dem ich nicht mehr kontrollieren kann was ich tue oder was ich sage..es ist wieder passiert und ich kann es nicht rückgängig machen..und hab mich nebenbei wieder einmal selbst total gedemütigt...im Nachhinein kann ich mich auch gar nicht mehr in die Situation hineinversetzen..
Wenn ich daran denke ist es als ob es jemand anders gewesen wäre..eine andere Person, nicht ich- als wäre ich nur ein Beobachter gewesen..
Wieder ein Teil meines Lebens kaputt...und ein Mensch der wahrscheinlich wünscht, er wäre mir nie begegnet. Zweifellos trägt er einen Anteil daran dass alles so gekommen ist.. Nachdem was alles war, nachdem was er mir alles zugemutet hat. Ich wünschte ich könnte die letzten drei Jahre rückgängig machen, dann würde es mir heute besser gehen. Kein Wunschdenken sondern eine hohe Wahrscheinlichkeit. Die letzten drei Jahre hat er mit mir gespielt..nie hat er sich darum gesorgt wie es mir ging oder geht. Zuletzt hatten wir eine Affäre...wir beide waren zwar solo aber darüber im Klaren, dass eine Beziehung nicht funktionieren würde. Wir haben viel Zeit miteinander verbracht. Geredet, gekuschelt, Filme angesehen...und heiße Nächte verbracht...
Tatsächlich war es auch so, dass fast nur er sich bei mir gemeldet hat...umgedreht eher selten...tja irgendwie war alles gut- dachte ich...Doch in der Öffentlichkeit – wir haben auch noch einige gemeinsamen Freunde...hat er mich in letzter Zeit total ignoriert... kurz gegrüßt – das wars...selbst mein Kumpel meinte was los ist...da er total den Abstand gesucht hat...vom Tisch wegging...kein Wort hat er mit mir gewechselt...mich nicht angesehen..als wäre ich nicht existent...das hat mich wirklich getroffen...als ob ich nichts wert bin...
Nun am Wochenende hatte ich das Glück, dass er auch noch auf dem gleichen Fest war wie ich...Wieder komplette Ignoranz...aber den ganzen Abend durfte ich mir anschauen wie er rumbaggert...klar – natürlich – wir waren nicht zusammen... aber warum musste er so mit mir umgehen? Die ganze Wut und Traurigkeit staute sich auf und aus Trotz trank ich immer mehr...tja und die Katastrophe nahm ihren Lauf... ich rastete komplett aus...ich bin wütend auf mich selbst, da ich es so weit habe kommen lassen.
Ich hätte es wissen müssen...aber es war alles zu viel...viel zu viel...einiges hab ich wohl auch verdrängt...es sind schlechte Zeiten und ich hab mich eindeutig überschätzt.. und ich hab unterschätzt wie sehr er mich noch verletzen kann..immer noch..und es ist ihm egal.. genauso egal wie damals als wir noch zusammen waren..er war meine große Liebe aber er hat mich nur ausgenutzt und so schwer es mir fällt das zu sagen...ich glaube es ist bzw. war auch diesmal nichts anderes..aber ich wollte trotz allem nicht, dass es soweit kommt. Ich schäme mich weil ich es nicht verhindern konnte..


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